Anonymes Wellenreiten

Mit „Torpark“ haben die Entwickler von Hacktivismo eine Inkarnation aus mobilem Firefox und TOR-Netzwerk veröffentlicht: Der Browser für besonders sicherheitsbewusste „Surfer“ kommt dabei ohne Installation aus und verdeckt die echte IP-Adresse des Nutzers. Optimal, um im Internetcafé oder Rechenzentrum inkognito seinen Interessen zu frönen.

Das dem kostenfreien Anonymisierungstool zugrunde liegende TOR-Netzwerk (The Onion Router) bindet dabei verschiedene Rechner als Knotenpunkte ein. Jede Anfrage wird dabei über zufällig ausgewählte Knoten erstellt. Der letzte Rechner des Knotens stellt schließlich die Verbindung zum Zielserver her und wird deshalb auch als „Exitknoten“ bezeichnet.

Wer die Vorzüge eines schnellen Breitband-Internetzugangs zu schätzen gelernt hat, wird auf den ersten Blick von „Torpark“ enttäuscht sein, denn im Praxistest lag die Geschwindigkeit, mit der die angeforderten Daten durch den Äther rauschten, nur etwas über ISDN-Nivau. Dafür hinterlässt man mit „Torpark“ allerdings auch keine Spuren auf lokalen Festplatten, etwa in Form von Cookies oder Verzeichnislisten (Chronik).

Anonym Surfen mit Zwei IP-Adressen von einem Rechner? Im rechten unteren Fenster wird die nicht-anonymisierte IP unter Mozilla Firefox angezeigt, oben die verschlüsselte Adresse des Torpark-Clienten

Wie von „Mozilla Firefox Portable Edition“ gewöhnt, benötigt der Torpark-Browser keine Installation und kann bequem von externen Medien wie USB-Sticks oder Wechselfestplatten ausgeführt werden. Außerdem stehen dem Nutzer damit die privaten Lesezeichen, neudeutsch häufig auch als „Bookmarks“ bezeichnet, beim Ausführen auf fremden Rechnern zur Verfügung. Der gesamte Download ist etwas über 9 MB groß und wird standardmäßig in englischer Sprache ausgeliefert, eine deutsche Sprachdatei ist aber ebenfalls vorhanden.

Als Alternative zu „Torpark“ lohnt unter anderem ein Blick auf das auf der Linux-Distribution OpenBSD basierende „Anonym.OS“

| | 24. September 2006 3852 x gelesen Schlagwörter: anonym, firefox, internet, onion router, torpark

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 5.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 5.0/5(1 vote cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Bildschirmpixel mit ScreenGrab! für Mozilla Firefox

ScreenGrab Einfache Bildschirmfotografien lassen sich unter Windows bekanntlich mit der „Druck-Taste“ am rechten oberen Tastaturbereich bewerkstelligen. Um jedoch ein gesamtes Pixelbild scrolllastiger Webseiten abzuspeichern, ist von dieser umständlichen Vorgehensweise abzuraten. Abhilfe schafft die Mozilla-Firefox-Erweiterung „Screen grab!“.

...mehr darüber! veröffentlicht am 1. August 2006 in den Themengebieten Kommentare

Spezial: Flash-Fotoalben mit Picasa 2 für’s Web einrichten

Flash-Fotoalben mit Picasa 2 fürs Web erstellenUm sehenswerte Bilder-Galerien für den eigenen Internetauftritt auf die Beine zu stellen braucht es nicht zwangsläufig ein Flash-Diplom: Mit den passenden Templates von Paul van Roekel und Google’s Bildverwaltungslösung Picasa 2 ist das leichter, als man annehmen möchte.

...mehr darüber! veröffentlicht am 5. Mai 2008 in den Themengebieten Kommentare

Frisierter Forscher

Die weltweit am häufigsten für das Netz verwendete Software kommt bekanntlich aus dem Hause Microsoft – die Rede ist vom als “Internet Explorer” apostrophierten Browser, der seit Jahren durchschnittliche Marktanteile von über 80 Prozent aufweißt. Doch inzwischen bröckelt die Gunst der Nutzer, insbesondere die Konkurrenz von Mozilla (Firefox) schnappt sich häppchenweise kleine Stückchen vom großen Kuchen weg. Ursache: Als zeitgemäßes “Instrument zur Erforschung des Netzes” kann man den Internetexplorer leider nicht mehr bezeichnen.

...mehr darüber! veröffentlicht am 6. Juli 2005 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

Artikel kommentieren