Aktuelles: Asus bringt Eee PC 900 mit größerem Flashspeicher, Display und RAM (UPDATE)

Während der Asus Eee PC 4G hierzulande nur bei einigen Händlern bruchstückhaft lieferbar ist, will Asus bereits in den Sommermonaten eine aufgespeckte Variante des beliebten Mini-Notebooks ausliefern.

Neue Mini-Laptop-Variante von Asus: Der Asus Eee PC 900 besitzt doppelt soviel Arbeitsspeicher, dreimal soviel Flash-Festplattenspeicher und ein größeres Display als sein Vorgänger.

Bildquelle: Pressemitteilung Asus

Mit dem Eee PC hat Asus die Tür für einen bisher weitestgehend unbeackerten Markt extrem preisgünstiger Zweitklapprechner geöffnet – ein echter Ersatz für herkömmliche PCs ist der Linux-Winzling nämlich nicht. Punkten kann das einzige in Deutschland erhältliche 4G-Modell aber mit seinen ultrakompakten Abmessungen von 23 cm (Breite) x 16 cm (Tiefe) x 3,7 cm (Höhe), einem Gewicht von unter einem Kilogramm, dem schnellen Systemstart, den das modifizierte Xandros-Linux ermöglicht und einer moderaten Laufzeit von ca. drei Stunden. Mit einem Preis von 299,- Euro ist der Asus Eee PC 4G der derzeit preisgünstigste mobile Rechner, der (neu) zu Haben ist.

Mit der aufgefrischten Variante Eee PC 900, die Asus auf der diesjährigen CeBIT in Hannover vorstellen wird, werden einige Hardware-Engpässe des aktuellen Modells Eee PC 4G beseitigt. Neben dem verdoppelten Arbeitsspeicher (1024 MByte statt 512 MByte) ist besonders der mit 12 GByte dreimal so große Flash-Speicher (4G: 4 GByte) zu erwähnen, denn das aktuelle Modell besitzt gerade einmal knapp 2 GByte freien Speicherplatz, die andere Hälfte wird vom vorinstallierten Linux benötigt – eine Erweiterung mit günstigen Flash-Karten ist dank integriertem Leseschacht aber bei beiden Modellen möglich.

Neue Mini-Laptop-Variante von Asus: Der Asus Eee PC 900 soll im Sommer 2008 auf den Markt kommen und 100,- Euro mehr als das Vorgänger-Modell 4G kosten.

Bildquelle: Pressemitteilung Asus

Neben Arbeitsspeicher und dem Flash-Festplattenspeicher spendiert Asus dem neuen Eee-PC-900-Modell auch ein größeres Display mit nunmehr 8,9 Zoll (22,61 cm), der 7,1-Zöller des 4G besitzt eine Bildschirmdiagonale von 18,03 cm. Ob das Display auch eine höhere Auflösung als die 800×480 Pixel des aktuellen Eee PC besitzt bleibt zu bezweifeln, da die meisten Displays digitaler Bilderrahmen mit ähnlicher Größe ebenfalls über keine höhere Auflösung verfügen. Trotzdem tauft Asus die 900er Version in der entsprechenden Pressemitteilung als „Windows Ready“ – bedingt durch die begrenzte Auflösung des Bildschirms braucht es aber schon bei der 4G-Variante einige Kniffe, um zumindest Windows XP zum Laufen zu bringen. Microsoft’s aktuelles Betriebssystem Windows Vista dürfte sich durch den leistungsschwachen Intel-Celeron-CPU, der sowohl im 4G als auch im 900er Modell werkelt, von vornherein erübrigen.

Die insgesamt recht üppigen Hardwareänderungen haben für den Asus Eee PC 900 auch ihren Preis: Mit 399,- Euro soll er immerhin 100,- Euro mehr kosten als das aktuelle 4G-Modell. Als Liefertermin nennt Asus kein genaues Datum, sondern bleibt bei der wagen Formulierung „in summer this year“. Für den höheren Preis stellt sich allerdings auch die Frage, ob man für rund 400,- Euro nicht ein schnelleres Gebraucht-Notebook mit Intels älterer, aber für viele Anwendung großzügig dimensionierter Centrino-Technologie inklusive Windows-Lizenz erwerben sollte – selbst Second-Hand-Tablet-PCs mit 12-Zoll-Display sind bei einem großen Online-Auktionsportal zwischen 300,- und 400,- Euro erhältlich. Aber auch Einsteiger-Notebooks, beispielsweise von Fujitsu Siemens oder Acer, sind inzwischen zumindest teilweise für unter 400,- Euro (ohne Betriebssystem) als neue Ware bei diversen Händlern erhältlich – für die zahlende Kundschaft bleibt der Markt preisgünstiger Notebooks und Mini-PCs auf jeden Fall interessant.

Update:

Das auf der CeBIT ausgestellte 8,9 Zoll große Display des Asus Eee PC 900 besitzt mit 1.280×600 Bildpunkten nun doch eine deutlich höhere Auflösung als das Vorgängermodell Eee PC 4G.

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Leserkommentare

  1. Laut Heise-Online Artikel sind es “nur” 1024×600 Pixel Bildschirmauflösung.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/104507

    Kannst also einen Teil deiner Kritikpunkte revidieren :-)

    am 4 März 2008, 21:34.

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