3D-Pixelwolkenkratzer: „PhotoPolis“ (Java, OpenSource)

Eine herkömmliche Bilder-Diaschau am heimischen PC mag anregend sein, doch als „außergewöhnlich“ kann man diese Form der Pixelpräsentation wohl nicht mehr bezeichnen. Mit Julius Bahr, Tilman Beer und Matthias Schicker haben drei Münchner Studenten mit „PhotoPolis“ eine Möglichkeit geschaffen, Bildmaterial in einer virtuellen 3D-Wolkenkratzerstadt zu besichtigen.

Blick gen Himmel: PhotoPolis sortiert die Bilderordner in unterschiedliche Wolkenkratzer

„PhotoPolis“ ist dank Java eine plattformunabhängige Softwarelösung, die sowohl unter Windows (XP/Vista) als auch MAC OS X (ab Version 10.4, Codename: Tiger) läuft.
Die Installation unter ersterem ist denkbar simpel: Einfach das entsprechende ZIP-Archiv herunterladen, in den gewünschten Ordner entpacken und das Programm durch Doppelklick auf „PhotoPolis.jar“ starten. Unter Windows wird zusätzlich die Java-Laufzeitumgebung (ab 1.5) sowie Microsoft’s .NET-Erweiterung benötigt, die beide vor der ersten Ausführung von „Photopolis“ installiert werden müssen. Die 3D-Ansicht auf Basis von OpenGL benötigt zwar keine brandneue Hardware, ein Prozessor der GHz-Klasse, 512 MB RAM und eine halbwegs aktuelle Grafikkarte mit 128 MByte Hauptspeicher sollten es für ein „flüssiges Gesamterscheinungsbild“ aber schon sein.

Nach dem ersten Programmstart muss zunächst eine neue Stadt („Create new City“) erstellt werden. Beim ersten Gehversuch sollte zunächst ein Ordner mit überschaubar vielen Fotos (rund 50) ausgewählt werden – je nach Hardwareausstattung produziert „Photopolis“ reproduzierbare Fehlermeldungen, falls man zu viele Bilder in die virtuelle Stadt dreinpacken möchte. Im Übrigen lassen sich auch mehrere Ordner (bei gedrückter „Strg-Taste“) auswählen.

Virtueller 3D-Stadtrundgang für Privatpixel: Mit PhotoPolis lassen sich gleich mehrere Metropolen anlegen

Virtueller 3D-Stadtrundgang für Privatpixel: Für jede Stadt können einer oder mehrere Ordner ausgewählt werden, aus denen Photopolis die 3D-Ansicht erzeugt

Jetzt nur noch die passende Stadt auswählen, und der 3D-Rundgang mit PhotoPolis kann beginnen

Danach lässt sich die neu angelegte Bildermetropole über den Button „Select City & Start“ aktivieren und der Rundgang (siehe Bilder) kann beginnen. Im Übrigen lassen sich auch mehrere Städte (z.B. nach bestimmten Thematiken) anlegen und aus dem Kontextmenü heraus starten.

Nun kann der virtuelle Stadtrundgang beginnen, folgende Tastenkürzel helfen bei der Navigation:

Steuerung:

Pfeiltasten / Mauszeiger: Blickrichtung
W, A, S, D: Seitliche/Vorwärtsbewegung
Q + W, A, S oder D: Schnelle Bewegung
Leertaste: „Flugmodus“
F: Beleuchtung an/aus
M: Stadtplan anzeigen
F5: Vollbildmodus an/aus
H: Hilfe
Bild per Mauszeiger auswählen + Enter: Diaschau starten, ggf. zusätzlich Leertaste betätigen
ESC: Ende Diaschau/3D-Ansicht

Fazit: Ob man „PhotoPolis“ nun für sinnfreien Pixelschabernack oder für eine interessante Möglichkeit, Bilder und Fotos adäquat zu Präsentieren, betrachtet, bleibt jedem Nutzer selbst überlassen. Interessant ist die chronologische 3D-Ansicht und die integrierte Diaschau-Funktion allemal.

Download: PhotoPolis, ZIP, Windows

Herstellerseite, dort ist auch ein Installer für MAC OS X zu finden: homepage.mac.com/dschulius/Photopolis

Bilderstrecke: Virtueller Stadtrundgang mit PhotoPolis

PhotoPolis erstellt eine chronologisch sortierte Bilder-Metropole

Per Mauszeiger lassen sich mit PhotoPolis unterschiedliche Bildinformationen abrufen

Zum Teil erreichen die virtuellen Bildergebäude von PhotoPolis ungeahnte Höhenflüge

Waren diese Informationen hilfreich?

  • Currently 5.00/5
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Rating: 5.0/5(3 votes cast)

Artikel als Lesezeichen speichern:

Mister Wong del.icio.us Yahoo MyWeb Google Technorati Furl YiGG Taggle Folkd BlinkList Linkarena

Folgende Artikel könnten ebenfalls ihr Interesse wecken:


Zufallspixelkunst aus dem Internet: „webGoobler“ (Windows, Mac OS X, Linux)

Pixelchaos garantiert: webGoobler lädt automatisch Bilder aus dem Internet und stellt diese zu digitalen Collagen zusammenZu was die Bildermassen des Internet gut sein können, zeigt „webGoobler“: Aus unterschiedlichsten Quellen wie Google, Yahoo, AskJeeves, Flickr und Deviantart generiert die rund 3,8 Mbyte große Freeware digitale Collagen, die als Bitmap-Grafiken auf dem heimischen PC abgespeichert werden können.

...mehr darüber! veröffentlicht am 15. August 2007 in den Themengebieten Kommentare

Bildermassen mit IrfanView bändigen

IrfanView BatchkonvertierungDass es für eine wirkungsvolle Umkonvertierung der eigenen Bildersammlung nicht immer ein großes Softwarepaket benötigt, beweißt die für den nicht-kommerziellen Gebrauch kostenfreie Bildverwaltung „IrfanView“ des gebürtigen Bosniers Irfan Skiljan. Mit deren individuell konfigurierbarer „Batchkonvertierung“ steht dem Umwandeln der Megapixelmaterie – etwa eine Verkleinerung zum Platz sparenden Versand per E-Mail – nichts mehr im Weg.

...mehr darüber! veröffentlicht am 16. August 2006 in den Themengebieten Kommentare

Pixelpinselprotagonist: „TwistedBrush Free Edition“

Malprogramm mit gelungenen Pinselwerkzeugen: TwistedBrush Free EditionBildbearbeitungslösungen mit Malwerkzeugen gibt es wie Sand am Meer. Pixarra’s „TwistedBrush Free Edition“ besitzt zwar einige Einschränkungen, etwa die begrenzte Pinselanzahl, Auflösung oder die limitierte Undo-Funktion, als künstlerische Spielwiese taugt die Software aber allemal.

...mehr darüber! veröffentlicht am 1. Juli 2007 in den Themengebieten Kommentare

Leserkommentare

  1. Hallo!
    Ich bin einer der Autoren von Photopolis und habe eine weitere Seite zu dem Projekt angelegt, die bugfixes enthält – ich erreiche den admin der originalseite nämlich nicht mehr :/ hier: http://poroba.com/komaxx/photopolis.php

    am 14 Juli 2007, 23:16.

Artikel kommentieren